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dekoder – Aktuelle Beiträge aus dem RSS-Feed

дekoder | DEKODER Wissen, Journalismus und Medienkompetenz zu Osteuropa.

  • russische Literatur auf Deutsch
    von Peggy Lohse am 12. Juni 2026 um 8:44

    Die Zahlen für den deutschen Buchmarkt (Quelle: Buch und Buchhandel in Zahlen, 2024) zeigen einen deutlichen Rückgang russischsprachiger Literatur beziehungsweise aus dem Russischen übersetzter Titel: Während Russland 2009 mit 194 Übersetzungen noch auf Platz 7 der Herkunftsländer lag, wurden 2024 nur noch 59 Titel aus dem Russischen übersetzt. Auch in der Belletristik sank die Zahl von 128 auf 44 Titel. Damit ist Russland 2024 nicht mehr unter den zehn wichtigsten Herkunftsländern übersetzter Bücher vertreten. 

  • Russische Besatzung in ukrainischen Wohnungen: Enteignung, Aneignung, Neubesiedlung
    von Peggy Lohse am 12. Juni 2026 um 5:30

    Russland besetzt nicht nur ukrainisches Gebiet, sondern verändert dort systematisch die Gesellschaftsstruktur. Nach der Enteignung von Wohneigentum werden zielgerichtet russische Bürger angesiedelt. Am Beispiel Betroffener aus Luhansk und Mariupol erläutert Zmina, wie Russland sich ukrainische Wohnungen aneignet, wer einziehen soll und welche Optionen den rechtmäßigen ukrainischen Bewohner:innen bleiben.

  • Wiegenlied für Mariupol
    von Jonas von Olberg am 11. Juni 2026 um 8:36

    Alexandra Kraschewskaja ist eine der drei Preisträger:innen des Dar-Preises 2026 für russischsprachige Literatur. Ihre poetische Verarbeitung der russischen Belagerung und Zerstörung von Mariupol 2022 in ihrem „Wiegenlied für Mariupol“ als Traumsequenzen wird dank des Dar-Preisgelds ins Englische, Französische und Deutsche übersetzt. dekoder veröffentlicht erste Auszüge auf Deutsch.

  • Druck oder Dialog – die Suche nach der richtigen Belarus-Strategie
    von Ingo Petz am 10. Juni 2026 um 6:02

    In der EU und in der belarussischen Opposition wird diskutiert, wie man mit dem Lukaschenko-Regime weiterverfahren soll und welche Ziele man verfolgen will. Der Analyst Andrej Jegorow erörtert die Chancen und Dilemmata eines neuerlichen Dialogversuchs.

  • Proteste 2017 (Belarus)
    von Ingo Petz am 8. Juni 2026 um 12:37

    Im Februar 2017 begannen in Belarus Proteste anzuschwelen. Auslöser war die sogenannte Schmarotzer-Steuer in Höhe von umgerechnet rund 227 Euro, die seit 2016 alle Arbeitsfähigen entrichten mussten, wenn sie weniger als 183 Tage im Jahr einer geregelten Arbeit nachgehen. Rund 470.000 Belarussen waren von der Steuer betroffen, sie sollten diese bis spätestens 20. Februar 2017 entrichtet haben. Beim Höhepunkt der Proteste, die auch in den Regionen stattfanden, am 25. März in Minsk wurden mehrere hundert Menschen verhaftet.