CulturMag misstraut dem verordneten Konsens der PR, dem selbstzufriedenen Weg des geringsten Widerstandes, dem Diktat des vermeintlich Selbstverständlichen.
CulturMag sucht und findet den kreativen Zugang zu den Themen, spannende Formen, den Diskurs abseits der gängigen Pfade, die eigene Stimme, den lebendigen Text, den riskanten Blick.Experimentierfreudige Journalisten und neugierige Schreiber begeben sich ins Handgemenge mit den Gegenständen.
CulturMag bietet eben nicht alles für jedermann. Aber das, was CulturMag bietet, bietet es First Class.
CulturMag
Wir über uns
Ein hoher Anspruch, starke Worte. Aber: Jedes Wort davon ist wahr. Das monatlich erscheinende Online-Magazin CulturMag ist so stark wie die Statements seiner Macherinnen und Macher: freigeistig, vital, hochprofessionell und nie langweilig. Und enorm produktiv: Inzwischen hat CulturMag mehr als 10.000 Textbeiträge veröffentlicht.
In seinem Web-Porträt erklärt Dietrich Leder, warum er die Plattform, für die er selbst schreibt, so außergewöhnlich findet. Dazu zwei Videos, in denen Alf Mayer, CulturMag-Mitherausgeber und Chef vom Dienst, Einblicke in den Maschinenraum des Magazins gibt und erzählt, was ihn bei seiner Arbeit pro bono publico antreibt.
Kulturelle Bewusstseinserweiterung
Das Online-Magazin CulturMag/CrimeMag
von Dietrich Leder
Achim Forst fragt in einer Mail nach, wo denn der versprochene Text bliebe? Mit der anklingenden Kritik hat er ja recht. Den Text hatte ich vor längerer Zeit versprochen. Dass er noch mal nachfragt, zeugt von einer gewissen Geduld. Aber ich weiß es auch nicht. Irgendwie finde ich keinen Eingang in den Text, in dem ich das Onlinemagazin CulturMag porträtieren soll.
Das hat sicher damit zu tun, dass ich noch nie über den Ort geschrieben habe, an dem ich publiziere. Ich verfasste keine Binnenstudien zu den wenigen Tageszeitungen wie den Kölner Stadt-Anzeiger, für die ich viele Jahre schrieb, auch wenn es da manche wunderbare Anekdote zu berichten gäbe. Selbst nach dem Ende der Medienkorrespondenz (früher: Funkkorrespondenz) setzte ich mich nicht daran zu bilanzieren, was diese besondere Form der Radio- und Medienkritik war und warum heute diese Stimme mehr denn je fehlt. Und auch über die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), an der ich 27 Jahre unterrichtete, werde ich kein Wort verlieren; nichts absurder als das Urteil der Veteraninnen und Veteranen über eine Institution, aus der sie aus Altersgründen ausgeschieden sind.
Für CulturMag schreibe ich seit mehr als drei Jahren, und nun soll ich etwas über die Seite, auf der auch meine Texte erscheinen, verfassen? Problematisch, da so der Eindruck des Eigenlobs entstehen kann. Dass ich es denn doch versuche, hat mit einer besonderen Qualität der Internetseite zu tun, die ich später noch thematisieren werde.
CulturMag, CrimeMag, MusikMag …
… und noch mehr Mags …
Aber kaum beginne ich, muss ich schon etwas korrigieren, was gleich ins Zentrum eines Problems führt: Meine Texte erscheinen nämlich gar nicht auf CulturMag, sondern bei CrimeMag, einer Unterseite der anderen. Begibt man sich auf die Seite von CulturMag, entdeckt man, dass dort drei Unterseiten angeboten werden. Das erwähnte CrimeMag, aber auch noch ein MusikMag und ein LitMag sowie eine Abteilung, die Specials offeriert, in dem sich u. a. auch die einmalige Ausgabe eines SexMag findet. Viele Mag-Kürzel in einem deutsch-englischen Mischmasch, der für die Internetwelt typisch ist und meist Fürchterliches verheißt.
Das mag manche abschrecken, die so aber Spannendes verpassen.
Anfänge mit Alf
Wie kam ich nun dorthin, der bislang nur auf Internetseiten geschrieben hatte, die von den jeweiligen Auftraggebern aus dem Printbereich unterhalten wurden? Der Zufall wollte es, dass ich wieder mit Alf Mayer in Kontakt kam. Alf war einer meiner ersten Redakteurinnen und Redakteure, die mich um Texte für ihre Zeitschriften und Zeitungen baten. Er arbeitete damals, es muss um 1977/78 gewesen sein, für die monatlich erscheinende Zeitschrift medium, die vom Gemeinschaftswerk der evangelischen Publizistik herausgegeben wurde.
Zusammen mit seinem Chef Peter Christian Hall verantwortete er die damals spannendste medienkritische Publikation. In medium erschienen damals, und zwar über mehrere Ausgaben hinweg, Debatten etwa um den Film The Deer Hunter von Michael Cimino oder um die Fernsehserie Holocaust.medium wurde irgendwann eingestellt, die evangelische Kirche reduzierte ihr Engagement in der Medienkritik, gibt aber bis heute die monatlichen Publikationen epd Film sowie epd Medien heraus. Über das Engagement der Kirchen in der Medienkritik, die als Überwachungsapparate begannen und dann viele Jahre als unabhängige Reflexionsinstanzen wirkten, wäre noch zu schreiben.
Alf begegnete ich in seinem späteren Berufsleben, das von einer großen Vielfalt bestimmt ist, mehrfach. So blättere ich immer wieder gerne in den beiden prächtigen Bildbänden, die von der Deutschen Lufthansa AG (Abteilung Public Affairs) herausgegeben wurden und die Alf redaktionell verantwortete. Der erste Band trägt den Titel Fliegen – Traum und Sehnsucht, während der zweite mit Himmlisches Kino – Filme vom Fliegen überschrieben ist. Hier führt das Impressum unter seinem Namen auf: „Konzeption, Recherche, Realisation, Übersetzungen“, womit Tätigkeiten benannt sind, denen Alf auch bei CrimeMag nachgeht. Beiden Bänden merkt man den Gestaltungswillen von Alf an: Idee und Form gehen eine ideale Verbindung ein, in der die Texte und die Bilder keinen Gegensatz bilden, sondern sich wechselseitig ergänzen oder gar einander interpretieren.
Später, als er die Filmbewertungsstelle der Länder (FBW) in Wiesbaden leitete, hatten wir wieder direkten Kontakt. Er stand nun einer Institution vor, die über positive Urteile, die in „wertvoll“ und „besonders wertvoll“ geschieden waren, eine hilfreiche Filmförderung betrieb, da so beurteilte Filme steuerliche Vorteile erhielten. Bei prädikatisierten Kurzfilmen kamen die Regisseurinnen und Regisseure für nachfolgende Projekte in den Genuss einer Anschubfinanzierung, weshalb die FBW für die Film- und Kunsthochschulen wie die KHM eine wichtige Anlaufstelle war. Als kleine, aber feine und gar nicht mal teure Einrichtung konnte sie sich 74 Jahre halten; nun wurde sie zum 31. Dezember 2025 geschlossen. Vielleicht weil sie zu leise im lauten Chor der Filmbranche war.
Vor sechs Jahren meldete sich Alf, als er mit anderen eine weitere und nunmehr vierte Tagung unter dem Titel „Krimi machen“ organisierte, die diesmal in Köln stattfinden würde. Er frug an, ob ich mir vorstellen könne, an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen, die angesichts des Krimibooms auf dem Buchmarkt wie im Fernsehen über „so viel Bedürfnis nach Verarbeitungsformen von Gewalt und deren mediale Strategien sinnieren“ solle. Das reizte mich, ich sagte zu, und so sahen wir uns nach vielen Jahren wieder. Auf dem Podium saß ich neben Thomas Wörtche, den ich als Herausgeber der Krimi-Reihe des Union-Verlags kannte und schätzte. Er hatte einst CrimeMag gegründet und 2017 Alf dazu geholt. Zusammen mit Sonja Hartl bilden sie für mich heute das Herausgebertriumvirat dieses äußerst vitalen Onlinemagazins.
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„Was wir hier machen, ist kulturelle Bewusstseinserweiterung“, sagt Alf Mayer. In unserem Video erklärt der CulturMag-Mitherausgeber und Chef vom Dienst, was er damit meint.
Die lange Fassung des Videos (25 Min.) mit dem ausführlichen Porträt Bio-Bauer im Feld der Literatur– Alf Mayer und sein Webmagazin CulturMaghier auf YouTube. Der Vollblutjournalist erzählt vom Bauernhof als Lebensmetapher, von seiner Liebe zu Büchern und Filmen, von seinen Leitideen und Leidenschaften. Warum macht er CulturMag? „Weil ich es kann. Weil es Spaß macht. Weil ich lebendig bin. Und weil es auch andere Leute lebendig macht.“
Fundierte Kritiken, Tiefenbohrungen
Was findet sich auf CulturMag? Hier werden jeden Monat mit Ausnahme des Ferienmonats August bis zu 44 Artikel veröffentlicht, die sich zunächst mit dem Kriminalroman als Genre befassen. Es handelt sich um fundierte Kritiken aktueller Bücher, aber auch um Tiefenbohrungen zur Geschichte des Genres oder zu Seitenaspekten wie dem Privatleben von Spionen von Sonja Hartl, um Selbstreflexionen derer, die Krimis schreiben, um Polemiken zu Moden, die in diesem in den letzten Jahren so ungeheuer populär gewordenen Genre grassieren, aber auch um Texte zu Aspekten, die auf den ersten (und auch nach dem letzten) Blick nichts mit Genreliteratur zu tun haben. Ein Editorial, das die Herausgeber gemeinsam verfassen, stellt monatlich die aktuellen Beiträge vor und bietet so einen ersten Überblick über das reichhaltige Angebot.
jeden Monat neu: aktuelle Rezensionen
immer an Sylvester: der große Jahresrückblick
Der Marktorientierung dienen die Kurzkritiken, die unter dem genretypischen Reihentitel Bloody Chops erscheinen, und die in der Rubrik Schatzsuche erfassten Notizen, in denen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Krimi-Buchhandlungen Lese-Tipps geben. Dass so ein weites Spektrum der Krimi-Literatur abgedeckt wird, kann man daran erkennen, dass die Titel, die auf der monatlich erscheinenden Krimi-Bestenliste, die vom Deutschlandfunk Kultur herausgegeben wird, genannt werden, in der Regel schon von CrimeMag besprochen wurden. Darauf weisen gut funktionierende, aber grafisch nicht aufdringliche Links hin, die auch sonst Rückbezüge zu älteren Texten herstellen.
Begeisterung & Professionalität
Das hilft, in einem sehr unübersichtlichen Markt den Überblick zu bewahren, ohne dass sich CrimeMag eben diesem Markt mit seinen Zufällen und auch Idiotien ausliefert. Im Gegenteil: Er wird hier kritischer betrachtet als auf vergleichbaren Portalen. Das liegt sicher auch daran, dass CrimeMag wie allgemein CulturMag ein Non-Profit-Unternehmen ist. Die, die schreiben, wie die, die das organisieren, arbeiten umsonst. Es ist die Begeisterung für die Sache, die alle antreibt und zu immer neuen und überraschenden Ergebnissen führt. Ohne dass die Liebhaberei einen Dilettantismus des Gutgemeinten hervorbrächte. Im Gegenteil: Die Seite ist professionell organisiert und gestaltet. Die, die schreiben, wie die, die das Geschriebene redigieren und layouten, verstehen ihr Fach. Und es ist diese besondere Mischung aus Leidenschaft und Professionalität von CrimeMag, die mich meine oben geschilderten Hemmungen, eine solche Darstellung wie diese hier zu verfassen, überwinden lässt.
Bild & Text
Apropos grafische Gestaltung: Die Texte sind keine Textwüsten. Jeder ist liebevoll gestaltet, indem etwa die Cover der Originalausgaben oder früherer deutscher Übersetzungen oder Plakate von Verfilmungen in den Text eingefügt werden. Das sind aber keine rein illustrativen Beigaben, sondern sie sind selbst Gegenstand der Reflexion. Geradezu sensationell sind die von Alf Mayer erstellten Montagen von Fotomotiven aktueller Taschenbücher, in der triviale Motive minimalst variiert werden. Es bedarf hier keiner Worte, die Montage ist Kommentar genug.
Ausschnitt aus Alf Mayer: Küchenkrimis – 400 Cover klagen an
Die Kritiken von Kriminalfilmen und -serien, wie sie etwa der amerikanische Autor Nick Kolakowski unter dem Reihentitel Smoking Gun seit einigen Jahren verfasst, sind ebenfalls spannend illustriert. Verblüffend, wie die Redaktion und also – wie ich vermute – meist Alf Mayer alte Plakatmotive, Setfotos und Stills auftreibt, in denen sich die Mediengeschichte auf einer zweiten visuellen Ebene spiegelt. Visuell spannend auch die Bild-Text-Montagen des Fotografen Carsten Klindt, die er früher zusammen mit der Polizistin Nadja Burkhardt erstellte. Es sind oftmals Fotos, die vage an Personen, Orte und Stimmungen erinnern, wie sie dem Krimi-Genre eigen sind, und die so mit den Erwartungen spielen, die sich mit diesem verbinden. Vollkommen eigenständig die Foto-Text-Kompositionen mit dem Titel Wahre Geschichten, in denen die dänische Fotografin Susan Madsen die Biografie einer Kindheit erzählt.
Genre-Reflexionen
Zur Reflexion des Krimi-Genres zählen die Rekonstruktionen von Verlags- und Editionsgeschichten. Etwa die des Nest-Verlags, den der Remigrant Karl Anders mit Freunden 1947 gründete und in dem die ersten Übersetzungen angelsächsischer und amerikanischer Klassiker von Ambler, Chandler und Hammett herauskamen. Oder das 2024 abgeschlossene Projekt der Neuübersetzungen der Romane von Ross Thomas im Alexander-Verlag Berlin; in der Erstveröffentlichung in den 1970er Jahren waren sie nur in Kurzfassungen publiziert worden.
Klassiker der Kriminalliteratur, von Karl Anders erstmals auf Deutsch herausgebracht
Dieser Genre-Reflexion ist auch die Sammlung von Texten zuzuordnen, die zu Ehren des Mitherausgebers Thomas Wörtche 2024 veröffentlicht wurde, denn sie bilanzieren neben anderem seine Arbeit für Verlage wie Union und Suhrkamp und seine Entdeckungen bedeutsamer Romane im In- wie im Ausland.
Lektürefunde
CrimeMag beschränkt sich zum Glück nicht allein auf die Krimi-Literatur. Ingrid Mylo bündelt in fast jeder Ausgabe Lektürefunde, die zunächst unter der etwas reißerischen Überschrift ménage à trois erschienen, seit einiger Zeit aber sachlicher als 3×11 Spielworte firmieren. Mal geht es um „Fingernägel, Bienen, Dinge“, mal um „Handtuch, Blau, Treppe“. Die Sammlung ist ebenso verblüffend wie oft das einzelne Zitat. Sie erinnert einen daran, was man einst selbst gelesen oder – fast häufiger noch – überlesen hat. Und sie lädt zur erstmaligen oder zu einer zweiten Lektüre ein.
Hazel Rosenstrauch stellt monatlich literarische Texte aus einem breiten Spektrum vor; das können Wiederbegegnungen mit Autoren wie Ludwig Tieck oder Adalbert von Chamisso oder die Lektüre einer Neuerscheinung wie Arno Franks Roman Ginsterburg sein, dem sie am Ende ein böses und hinreißend vergiftetes Kompliment schenkt: „Das ist alles gut gemeint, so muss es gewesen sein, Nazizeit von innen, ohne Distanz, fast so authentisch wie die Literatur von damals, ein, wie es am Cover heißt, ‚mitreißendes und bewegendes Kleinstadtepos‘. Es reißt einen geradezu in das Pathos der großen Zeit hinein.“
Mediengeschichte, investigativ
Karl Anders, 1972
Alf Mayer überrascht häufig mit seinen Seitenblicken auf die deutsche Mediengeschichte. In der Juli-Ausgabe 2025 kritisierte er eine jüngst erschienene Geschichte der Frankfurter Rundschau, weil sie einen ihrer Verleger und Herausgeber schlicht unterschlagen hat. Anlass für Alf, an diesen Mann zu erinnern: Es handelt sich um jenen vorhin schon erwähnten Remigranten Karl Anders, Gründer des Nest-Verlags und Herausgeber von Ambler, Chandler und Hammett. So verbindet sich die Krimi-Geschichte mit der Allgemein-Geschichte der jungen Bundesrepublik Deutschland.
Die Frankfurter Rundschau verschweigt bis heute, dass Karl Anders bei ihr einmal wichtig war.
Politisch anregend sind die gesellschaftskritischen Briefe aus den USA, die Thomas Adcock jeden Monat schickt. In ihnen erscheint das Krimi-Genre als die einzige Form, in der sich die gegenwärtige Politik des US-Präsidenten Donald Trump beschreiben lässt. Seine Texte erscheinen wie die erwähnten von Kolakowski im englischsprachigen Original. Ebenso die vielen Beiträge englischsprachiger Krimi-Autorinnen und -Autoren wie William Boyle, Liza Cody, Garry Disher oder Wallace Stroby, die sich beispielsweise im Januar 2025 am Jahresrückblick beteiligten. Welch eine Namensliste!
Auch die Zahl der Beiträge, die von deutschen Krimi-Autorinnen oder Autoren stammen, ist groß. Friedrich Ani, Max Annas, Robert Brack, Ute Cohen, Frank Göhre, Eva Lapido, Andreas Pflüger oder Matthias Wittekindt schreiben für CrimeMag. Mal sind es Auszüge aus noch nicht veröffentlichten Büchern, mal Werkstattberichte, mal Reflexionen der eigenen Praxis, mal Würdigungen von Klassikern, aber auch von weitegehend unbekannten Kolleginnen und Kollegen. Hier erweist sich die Nähe derer, die CrimeMag herausgeben, zu denen, die Krimis schreiben, als enorm produktiv.
Was wir hier machen, ist kulturelle Bewusstseinserweiterung.
Alf Mayer
über CulturMag
Als wichtigstes Merkmal dieses vielfältigen Angebots gilt festzuhalten: Auf CrimeMag wird aus und mit Leidenschaft geschrieben wie redigiert. Konventionelle Artikel selbst zu den monatlichen Neuerscheinungen sind selten; es überwiegen Texte, die aus einer besonderen Perspektive, auf der Basis einer großen Kenntnis und mit einer ungebrochenen Neugier verfasst werden. Wer CrimeMag regelmäßig liest, hört bald die Stimmen heraus, die sich da zu Wort melden, auch wenn sie bei Bloody Chops nur mit Kürzel gekennzeichnet sind. Selbstverständlich folgt man nicht jedem oder jeder mit derselben Begeisterung. Auch teilt man nicht jedes Geschmacksurteil. Aber langweilig wird einem nie.
Mein erster Text auf CrimeMag erschien – das musste ich nachschauen – im März 2022. Mittlerweile habe ich 39 Texte in einer Reihe, die dem Fernsehkrimi gewidmet ist, geschrieben. Hinzu kommen Kritiken literarischer Texte und eine zweiteilige Studie über die Geschichte der deutschsprachigen Übersetzung des Romans Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Marcel Proust.
Nicht zu vergessen, dass hier auch ein Vortrag dokumentiert ist, den ich auf der Duisburger Filmwoche 2024 hielt, um den ich von der Dokumentarfilm-Abteilung der 3sat-Filmredaktion gebeten wurde; letzterer gehörte ja Achim Forst lange Zeit an. Sodass sich der Kreis schließt.
Die Zusammenarbeit mit Alf Mayer und den anderen funktioniert bestens. Weiteres ist verabredet. Und meine Verabredung mit Achim ist hiermit eingelöst.
Dietrich Leder
1954 geboren, schreibt seit 1977 über Film, Fernsehen und Literatur für Tages- und Wochenzeitungen, für die Funk- und Medienkorrespondenz, für epd medien, den Filmdienst und für CrimeMag.de. Von 1994 bis 2021 Professor für Fernsehkultur an der Kunsthochschule für Medien Köln; dort auch einige Jahre Prorektor und Sprecher der Fächergruppen Fernsehen/Film und später Literarisches Schreiben.
Jahrgang 1952, freier Journalist, lebt nach 33 Jahren Frankfurt in Bad Soden am Taunus, wo er zusammen mit anderen ein Kino gerettet und als Sprecher und Ideengeber eines Kinovereins dafür gesorgt hat, dass es jetzt zu den 209 besten in Deutschland zählt. Bei CulturMag zusammen mit Thomas Wörtche Herausgeber – und Chef vom Dienst.
Buntscheckiger Lebenslauf, halb frei, halb angestellt, letztlich lieber vogelfrei: Lehrjahre bei der Augsburger Allgemeinen (Mentoren: Harry Pross, Gernot Römer und Otl Aicher), Filmredakteur der legendären Medienzeitschrift medium, CvD bei der IG Metall und dem Werber-Blatt horizont, Arbeit mit Edgar Reitz (Heimat) und Alexander Kluge (TV), Lufthansa-Kulturförderung, Direktor der Filmbewertungsstelle (FBW), Textchef Manufactum, 150 Titelgeschichten für die IG BAU u.v.a. … Seit 1984 Krimi-Kolumne Blutige Ernte im Frankfurter strandgut. Vorliebe for all things hardboiled & noir, und der einzige, der den Lebenslauf des Exilanten Karl Anders aufschrieb, der für die BBC Deutschland von den Nürnberger Prozessen berichtete und Hammett, Chandler und Ambler als Krähen-Bücher nach Deutschland brachte. Zusammen mit Frank Göhre Bücher über die Romane und Filmarbeit von Elmore Leonard (King of Cool) sowie von Ed McBain (Cops in the City. Ed McBain und die Romane vom 87. Polizeirevier), beide bei CulturBooks erschienen. Übersetzer der Crissa Stone-Räuberinnen-Romane von Wallace Stroby Kalter Schuss ins Herz, Geld ist nicht genug, Fast ein guter Plan und Der Teufel will mehr (alle bei Pendragon). Übersetzer von Katherine Faw Young God und Benjamin Whitmer Flucht (beide Polar Verlag), 50 Arbeitswelt-Porträts für das Schwarzbuch: Rente mit 70. Kurator der CulturMag-Specials VERLUST I & II, THOMAS WÖRTCHE sowie NATUR und der letzten CulturMag-Mammut-Jahresrückblicke.